Agne Juodvalkyte

 

 

Porträt Agne Juodvalkyte, Goldrausch 2018

Fünf Fragen an …

Agnė Juodvalkytė wurde 1987 in Vilnius, Litauen geboren. Sie studierte Malerei an der Vilnius Academy of Arts und Bildende Kunst in Spanien (Uclm, Facultad de Bellas Artes de Cuenca). Sie hatte Einzelausstellungen bei aesthetik01 in Berlin-Moabit (2017) und bei Kabinetas in Kaunas, Litauen (2017). In Gruppenausstellungen konnte man ihre Arbeiten bei der Berlin Art Week 2016, in der Kunstfabrik HB55 in Berlin-Lichtenberg (2016), im Atelierhaus Salzamt in Linz, Österreich (2015), im Contemporary Art Center in Vilnius, Litauen (2014) und in der Berliner panke.gallery (2014) sehen.

Du bist Malerin. Warum gerade Malerei?

Ich habe lange traditionell gemalt, aber mittlerweile ist die Malerei nicht mehr mein einziges Medium. Genauso oft arbeite ich etwa mit Textilien. In meiner letzten Ausstellung habe ich zum Beispiel transformierte Kleidungsstücke gezeigt.

Welche Rolle spielt das Material für dich?

Eine sehr wichtige. Das Textil und seine Details sind in meinem künstlerischen Prozess zentrale Elemente. Ich muss ein Gefühl für die Stofflichkeit haben. Wenn das Material lange für einen bestimmten Zweck benutzt wurde, ist das für mich ein guter Ausgangspunkt.

Wie findest du die Textilien, mit denen du arbeitest?

Ihre Geschichte ist für mich von Bedeutung, oftmals ist es auch eine persönliche. Beispielsweise habe ich mit Stoffen gearbeitet, die meine Großmutter selbst gemacht hat, die sie aus der Wolle ihrer Schafe gewebt hat. Es können traditionelle litauische Stoffe ebenso sein wie maschinell gefertigtes Gebrauchsgewebe.

Wie arbeitest du?

Meine Arbeitsweise ist sehr intuitiv. Jedes meiner Werke durchläuft eine lange Reihe an Prozessen, die man ihm letztendlich auch ansehen kann.

Warum hast du dich bei Goldrausch beworben?

Die wichtigste Motivation für mich war der Wunsch, neue Kontakte zu knüpfen und mich mit anderen Künstlerinnen auszutauschen.

Interview: Beate Scheder
Foto: Philippe Gerlach