Anett Lau

 

 

Portrait Anett Lau, Goldrausch 2014

Fünf Fragen an …
Anett Lau, Jahrgang 1967, Künstlerin in den Bereichen Grafik, Objektkunst und Rauminstallation

Anett Lau, geboren in Greifswald, wuchs in Berlin auf. Sie studierte Textildesign an der Ingenieurschule für Textiltechnik in Reichenbach/Vogtland und wechselte anschließend an die Kunsthochschule Berlin-Weißensee, wo sie ihr Diplom absolvierte. Heute wohnt und arbeitet Lau in Berlin-Wedding.

Womit beschäftigst du dich in deiner künstlerischen Arbeit?
Ich beschäftige mich mit Mustern. Das können Tapetenmuster oder Handlungsmuster in Räumen z.B. die Greifspuren alter Menschen an Wänden sein. Für eine Serie Linol- und Siebdrucke habe ich traditionelle Mustervorlagen von Pflanzen in Vogtländischen Archiven recherchiert und ihre Proportionen und textile Fertigungstechnik, wie Weberei oder Spitze, untersucht. Einzelne Elemente der Muster, wie eine Lilie, habe ich in neue Formate übertragen und mit von mir selbst gezeichneten Lebensbäumen kombiniert. In den neu entwickelten Ornamenten werden ihre ikonografischen Bezüge zueinander und die Bedeutung der Motive herausgestellt.

Inwieweit beeinflusst das Goldrausch-Künstlerinnenprojekt dich als Künstlerin?
Durch Goldrausch wird mein Blick auf meine Arbeiten geschärft.

Mit welcher Künstlerin würdest du gern einen Tag lang tauschen?
Tauschen vielleicht nicht, aber Laurie Anderson würde ich gern mal treffen. Mich fasziniert, wie sie Musik und Performance einsetzt, um sich Ausdruck zu verschaffen. Ihr Sound wirkt meditativ auf mich.

Welche Orte inspirieren dich?
Orte, an denen man die Spuren der Bewohner lesen kann.

Welche Ausstellung in Berlin sollte man unbedingt sehen?
Empfehlen möchte ich die Ausstellungen des Prolog – Heftes für Text und Zeichnung, einem Künstlerheft, zu dessen Veröffentlichung Ausstellungen an wechselnden Orten stattfinden. Zuletzt eine zum Thema „Berlin“ im „Institut für Alles Mögliche“ in Berlin-Mitte.

Interview: Julia Boek
Foto: Sebastian Kiss BBKL

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