Chiara Dazi

 

 

PortraitChiara Dazi, Goldrausch 2014

Fünf Fragen an …
Chiara Dazi, Dokumentarfotografin

Chiara Dazi wuchs in Brescello in der italienischen Region Emilia-Romagna auf. Sie studierte Kommunikationswissenschaften an der Universität Bologna und arbeitete danach im Archiv der Fotoagentur VU’ in Paris. 2008 absolvierte sie eine fotografische Ausbildung an der Berliner Ostkreuzschule mit Diplom bei Thomas Sandberg. Dazi lebt in Berlin-Neukölln.

Womit beschäftigst du dich gerade in deiner künstlerischen Arbeit?
Ausgehend vom Wort „Vergemeinschaftung“ beschäftigt mich die Art und Weise, wie Menschen sich zusammentun und eine gemeinsame Identität bilden. Gerade fotografiere ich das Zusammenleben der Bewohner eines ehemaligen Besetzerhauses und eines Öko-Mehrgenerationenhausprojekts. Leise und unauffällig begleite ich die Menschen in ihrem Alltag und suche nach dem richtigen Abstand für meine Fotografien.

Inwieweit beeinflusst das Goldrausch-Künstlerinnenprojekt deinen Alltag als Künstlerin?
Durch Goldrausch teile ich mir meine Zeit viel besser ein, arbeite effektiver im Studio. Erfüllt haben sich auch meine Erwartungen, mehr über die Arbeitsweise anderer Künstlerinnen und die Verbindung von künstlerischer Tätigkeit und Kunstmarkt zu erfahren.

Mit welcher Künstlerin würdest du gern einen Tag lang tauschen?
Mit der britischen Fotografin Vanessa Winship, die für ihre Bilder fast unsichtbar in eine andere Welt eindringt. Seit kurzem fotografiert sie direkte, großformatige Porträts. Dieser Paradigmenwechsel interessiert mich.

Welche Orte inspirieren dich?
Belebte und geschichtsträchtige Orte: Ich finde meine Bilder, wo ich bin.

Welche Ausstellung sollte man unbedingt sehen?
Die Werkschau von Ute und Werner Mahler (noch bis 29. Juni 2014) in den Deichtorhallen Hamburg. Die Retrospektive zeigt die Entwicklung beider Fotografen, die erst seit ein paar Jahren zusammenarbeiten.

Interview: Julia Boek
Foto: Herbert Liedecke

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