Cristina Moreno Garcia

 

 

Porträt Cristina Moreno Garcia, Goldrausch 2013

Fünf Fragen an …
Cristina Moreno García, 28, Video- und Installationskünstlerin

Cristina Moreno García aus Zaragoza in Spanien studierte Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Neue Medien an der Facultad de Bellas Artes de Castilla La Mancha in Cuenca. Anschließend absolvierte sie das Studium Freie Kunst bei Professorin Heike Baranowsky an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Moreno García lebt seit Januar 2013 in Berlin-Kreuzberg.

Womit beschäftigst du dich derzeit in deiner künstlerischen Arbeit?
Ich arbeite an einem dokumentarischen Film über eine insolvente Metallgießerei in Zaragoza, die 150 Jahre lang Stadtmöbel produziert hat. Inzwischen wurde das denkmalgeschützte Fabrikgelände an eine Immobilienfirma verkauft, die dort Lofts bauen möchte. Als Kind war ich oft an diesem Ort. In meinem Film erzähle ich die Geschichte der Fabrik aus meiner Erinnerung, verwoben mit meinen Erlebnissen als junges Mädchen. Die Arbeit ist eine Übung des Erinnerns an einen Ort.

Inwieweit beeinflusst das Goldrausch-Künstlerinnenprojekt dich als Künstlerin?
Ich sehe Goldrausch als Teil meiner Ausbildung. Durch das Programm fühle ich mich in meiner künstlerischen Position bestärkt, präsentiere meine Arbeiten selbstbewusster.

Mit welcher Künstlerin würdest du gern für einen Tag tauschen?
Mit Sophie Calle, die ihre Biografie benutzt, um Kunst zu schaffen. Es wäre spannend zu erfahren, welche Prozesse sie dabei durchläuft.

Welche Ausstellung in Berlin sollte man zuletzt gesehen haben?
Gefallen hat mir die Ausstellung „Inseldasein“ in der DAAD-Galerie und besonders die Videoarbeit von Fiona Tan über eine japanische Insel, die die verlassene Ruinenlandschaft eines ehemaligen Industriestandortes zeigt.

Was kosten deine Arbeiten?
Meine Video-Installationen kosten zwischen 800 und 15.000 Euro, einzelne Videoarbeiten in Originalauflagen von fünf Exemplaren 500 Euro.

Interview: Julia Boek
Foto: Isabel Minguijon

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