Eva Kietzmann

 

 

Porträt Eva Kietzmann, Goldrausch 2013

Fünf Fragen an …
Eva Kietzmann, 35, Video- und Performancekünstlerin

Eva Kietzmann, geboren in Mainz, studierte Film und Video an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und Kunst im Kontext an der Universität der Künste Berlin. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin-Neukölln.

Womit beschäftigst du dich derzeit in deiner künstlerischen Arbeit?
Gemeinsam mit Petra Kübert untersuche ich aktuelle Stadtentwicklungstendenzen in Berlin. So gibt es rund um den Rosenthaler Platz neue Trends zu exklusivem Wohnraum, die an menschliche Begehren und Versprechen geknüpft sind. In einer ersten Recherchephase unternehme ich Wahrnehmungsspaziergänge, sammle Werbeslogans für neue Wohnquartiere, spreche mit Bauleitern und Mietervereinen.

Wie beeinflusst das Goldrausch-Künstlerinnenprojekt deinen Alltag als Künstlerin?
Durch die Atelierbesuche bei allen Stipendiatinnen, bei denen wir uns gegenseitig unsere Kunst zeigen, setze ich mich sehr intensiv mit meinen und den anderen Arbeiten auseinander.

Mit welcher Künstlerin würdest du gern für einen Tag tauschen?
Mit Carolee Schneemann, die ursprünglich aus der Malerei kommt und sich performativ und kinematographisch aus dem Format der Leinwand rausbewegt hat. Bei einer Veranstaltung von re.act.feminism, einem Archiv für Performance-und Videokünstlerinnen, hatte ich das Glück, sie persönlich kennenzulernen.

Welche Ausstellung in Berlin sollte man in letzter Zeit gesehen haben?
Die Ausstellung „Egyptian Chemistry – Deep Weather – Sahara Chronicle“ von Ursula Biermann im Neuen Berliner Kunstverein: Spannend fand ich, wie sie ihr Dokumentationsmaterial erstellt und kombiniert.

Was kosten deine Arbeiten?
Das ist unterschiedlich, da ich auch performativ oder installativ im öffentlichen Raum arbeite. Eine Videoarbeit kostet 800 bis 3.000 Euro, eine Installation 8.000 bis 12.000 Euro.

Interview: Julia Boek
Foto: Eva Kietzmann

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