Lysann Buschbeck

 

 

Porträt Lysann Buschbeck, Goldrausch 2013

Fünf Fragen an …
Lysann Buschbeck, 36, Fotografin und Videokünstlerin

Lysann Buschbeck studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Die gebürtige Dresdnerin ist Mitglied der Künstlerinnengruppe „VIP“ und lebt seit 2007 in Berlin-Wedding.

Womit beschäftigst du dich derzeit in deiner künstlerischen Arbeit?
Mit dem Thema „innen und außen“: Das kann die Innenseite eines Pullovers sein oder die Rückseite einer geteilten Melone. Vor zwei Jahren habe ich als DAAD-Stipendiatin Stillleben in Budapest fotografiert. Das waren alltägliche Dinge in der Stadt und in Innenräumen, wobei ich eher intuitiv als konzeptionell gearbeitet habe. Jetzt sichte und ordne ich die Aufnahmen, bis sich eine Essenz rausschält.

Wie beeinflusst das Goldrausch Künstlerinnenprojekt deinen Alltag als Künstlerin?
Goldrausch bewirkt eine gesteigerte Konzentration auf die eigene Arbeit. Ich beschäftige mich mehr mit meinen Fotografien, sehe sie mir an, denke über sie nach. In Workshops lernen wir außerdem gute Präsentations- und Sprechtechniken.

Mit welcher Künstlerin würdest du gern für einen Tag tauschen?
Ich würde gern mit der verstorbenen Künstlerin Anna Oppermann tauschen oder zumindest eine ihrer großen Installationen „Ensembles“ nachbauen wollen. Diese Arbeit in ihrer Komplexität zu begreifen, den Umgang mit ihr zu erfahren, das würde mich reizen.

Welche Ausstellung in Berlin sollte man in letzter Zeit gesehen haben?
Die Ausstellung „Lebensmittel“ von Michael Schmidt im Martin-Gropius-Bau. Ich schätze die Konzentration und Ruhe, die von Schmidts Fotografien ausgeht.

Was kosten deine Arbeiten?
Meine Fotografien, Videoarbeiten und Objekte kosten zwischen 300 und 1.500 Euro.

Interview: Julia Boek
Foto: Katja Stoye Cetin

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