María León

 

 

Porträt María León, Goldrausch 2017

Fünf Fragen an …

María León wurde 1984 in Mérida in Spanien geboren. Sie studierte Kunst an der Universidad Complutense Madrid und der Athens School of Fine Arts. Ihre Arbeiten waren u. a. in Ausstellungen im M. K. Ciurlionis National Museum of Art in Kaunas, Litauen (2011), im Media Art Center Moscow (2014), der Spanischen Botschaft in Berlin (2014), auf der Cerveira International Art Biennial in Portugal (2015), in der Luis Adelantado Gallery in Valencia (2016), der BilbaoArte Fundazioa in Bilbao (2016), dem MAC Museo de Arte Contemporáneo in A Coruña (2016) und dem TEA Tenerife Espacio de las Artes (2017) zu sehen.

Worum geht es in deiner Kunst?

Ich beschäftige mich mit der Funktion von Bildern aus der Perspektive von Massenmedien und Technologie. Ich frage, wie wir Bilder heute wahrnehmen oder wie wir davon beeinflusst werden. Um das zu materialisieren, benutze ich Bilder aus Massenmedien wie z. B. Zeitungen, die ich durch verschiedene Kodifizierungsprozesse verändere, neu gestalte oder mit Objekten kombiniere.

Was interessiert dich gerade an Zeitungen?

Das Konzept gedruckter Zeitungen, dass die Ausgabe von heute, morgen schon nicht mehr aktuell ist, finde ich sehr spannend, genau wie die Vergänglichkeit von Nachrichten an sich. Die Zeitung interessiert mich zudem als ein nostalgisches Objekt. Mit der Digitalisierung hat sich unsere Wahrnehmung von Zeit stark verändert. Wir leben im Internetzeitalter, Online-Nachrichten aktualisieren sich jede Sekunde, nicht wie Zeitungen nur einmal am Tag.

Du arbeitest mit Bildern aus Zeitungen, wie wählst du diese aus?

Natürlich sind es politische oder kulturelle Gründe, warum Bilder in Zeitungen landen. Ich wähle sie aber nicht nur aus inhaltlichen, sondern auch aus ästhetischen Gründen aus. Zum Beispiel habe ich eine Arbeit mit Vorhängen, die ich mit Zeitungsbildern schmücke.

Du bist außerdem Direktorin und Mitbegründerin von Urlaubprojects – was ist das?

Urlaubprojects mache ich gemeinsam mit meinem Freund, der auch Künstler ist. Wir kuratieren Ausstellungen in unserem Atelier, über Themen die uns als Künstler interessieren und laden Künstler ein, daran teilzunehmen. Es heißt Urlaubsprojects, weil wir so Urlaub von unserer künstlerischen Arbeit machen. Es ist interessant für mich, die Arbeiten von Künstlern von der anderen Seite zu betrachten. Dabei lerne ich viel darüber, wie andere Künstler arbeiten.

Warum hast du dich bei Goldrausch beworben?

Mit Goldrausch möchte ich mein Netzwerk in Berlin vergrößern. Außerdem möchte ich mein Selbstverständnis als Künstlerin stärken und meine Arbeit sichtbarer in Berlin machen.

Interview: Beate Scheder
Foto: Alby Alamo

 

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