Nuray Demir

 

 

Porträt Nuray Demir, Goldrausch 2017

Fünf Fragen an …

Nuray Demir, geboren 1983 in Meschede, studierte Zeitbezogene Medien an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, der École Supérieure des Beaux-Arts Marseille und der Akademie der bildenden Künste Wien. Als Kuratorin/Künstlerin hatte sie Ausstellungen und Performances u.a. in den Künstlerhäusern Worpswede (2014), auf Kampnagel in Hamburg (2015, 2016), in den Sophiensaelen in Berlin (2016), im Hebbel am Ufer in Berlin (2017) und bei den Wiener Festwochen (2017).

Du arbeitest sowohl als Kuratorin und als Künstlerin – wie beeinflusst sich das gegenseitig?

Für mich ist die kuratorische Arbeitsweise auch eine künstlerische Arbeitsweise. Ich unterscheide das nicht und würde meine Arbeitsweise als transdisziplinär bezeichnen. Das hat sich bei mir schon im Laufe meines Studiums so entwickelt. Ich arbeite sehr forschungsbasiert und das gelingt mir in einem Wechselspiel aus kuratorischer und künstlerischer Herangehensweise.

Zu welchen Themen forschst du?

Ich bin sehr an intersektionalem Feminismus interessiert, an Migration, postkolonialen Theorien und Klassismus. Ich gehe meist von der Lektüre aus, führe aber auch Gespräche und Interviews oder schaue mir filmisches Material an, Arbeiten von anderen Künstlerinnen, Musikvideos oder Ähnliches.

Du arbeitest oft in Kooperation mit anderen Künstlern. Was gefällt dir daran?

Meine Kollaborationen sind immer temporär. Ich muss nicht mit einer Person ein Duo bilden und die nächsten 20 Jahre zusammenarbeiten, auch wenn ich das für die Zukunft nicht ausschließen würde. Ich mag es gerne, wenn immer wieder aufs Neue verschiedene Betrachtungsweisen aufeinandertreffen und auf diese Weise Konversationen entstehen.

Gibt es jemanden, mit dem du gerne einmal zusammenarbeiten würdest?

Ich finde Princess Nokia, vor allem ihre Musikvideos toll. Mit ihr könnte ich mir gut vorstellen, zu performen oder ein Musikvideo zu machen, etwas, was ich noch nie gemacht habe.

Warum hast du dich bei Goldrausch beworben?

Nach meinem Studium musste ich regelmäßig ins kalte Wasser springen. Das hat immer gut funktioniert, aber ich habe gemerkt, dass ich mir noch gewisse Kompetenzen aneignen muss, die mir während des Studiums nicht vermittelt wurden. Ich fand die Idee gut, das mit 14 anderen in einem Jahr im Austausch und strukturiert nachzuholen.

Interview: Beate Scheder
Foto: Hengameh Yaghoobifarah

 

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