Sophia Domagala

 

 

Portrait Sophia Domagala, Goldrausch 2014

Fünf Fragen an …
Sophia Domagala, Jahrgang 1981, Malerin

Sophia Domagala aus Hamburg studierte von 2002 bis 2006 Kunstgeschichte und Philosophie an der Humboldt-Universität und Freien Universität in Berlin. Nach einem Auslandssemester an der Sorbonne in Paris entschied sie sich für ein Diplomstudium in Freier Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Seit 2013 lebt und arbeitet Domagala in Berlin-Neukölln.

Womit beschäftigst du dich in deiner künstlerischen Arbeit?
In meinen Zeichnungen, Malereien und Tonskulpturen beschäftige ich mich mit der Verbindung von Ideal und Realität und möchte eigene Träume und Wünsche in die Kunst einbringen. Dies realisiere ich durch eine naive Herangehensweise mit einfachen Formen und Farben. In einem Bild „Retrofrost“ (gewann den Berlin Art Prize 2014 in der Kategorie „Best Script“, Anm. d. Red.) stehen eine Hand und ein Kaktus nebeneinander. Die Situation thematisiert die harmonische Koexistenz von zwei Dingen, die sich eigentlich nicht vertragen, aber doch akzeptieren, weil sie dem Gegenüber den Raum lassen. Ich denke, das entspricht einem menschlichen Grundbedürfnis.

Inwieweit beeinflusst das Goldrausch-Künstlerinnenprojekt dich als Künstlerin?
Durch Goldrausch habe ich zwar weniger Zeit, um Kunst zu produzieren, aber gewinne einen neuen Blick auf meine Arbeiten und auf mich als Künstlerin.

Mit welcher Künstlerin würdest du gern einen Tag lang tauschen?
Tauschen nicht, aber mit der Bildhauerin Louise Bourgeois hätte ich mich gern mal unterhalten, weil ihre Haltung und Ausstrahlung anziehend auf mich wirken.

Welche Orte inspirieren dich?
Mich inspirieren zwischenmenschliche Situationen, durch die Orte erst lebendig werden.

Welche Ausstellung sollte man unbedingt gesehen haben?
Zurzeit gehe ich kaum in Ausstellungen. Dieser Rückzug ist immer wieder wichtig für mich und meine Arbeit.

Interview: Julia Boek
Foto: Chiara Dazi

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