Wanda Stolle

 

 

Porträt Wanda Stolle, Goldrausch 2014

Fünf Fragen an …
Wanda Stolle, Jahrgang 1985, Zeichnerin und Bildhauerin

Wanda Stolle aus Berlin-Pankow studierte ab 2006 Bildende Kunst (u.a. im Lehramtsstudium) an der Universität der Künste Berlin. 2013 wurde sie mit dem Meisterschülerpreis der UdK ausgezeichnet. Heute lebt sie in Berlin-Neukölln, ihr Atelier befindet sich in den denkmalgeschützten Schindlerhallen in Berlin-Mariendorf.

Womit beschäftigst du dich derzeit in deiner künstlerischen Arbeit?
Gerade baue ich eine Konstruktion aus biegsamem Flugholz, bei der sich die Holzbahnen wie zwei zusammengeklappte Laschen berühren, was einem überdimensionalen zusammengefalteten Papierbogen ähnelt. Anschließend zeichne ich mit Grafit monochrom auf die Holzinnenflächen. Auf dem Objekt entsteht so eine Zeichnung, die räumliche Gestalt annimmt.

Inwieweit beeinflusst das Goldrausch-Künstlerinnenprojekt dich als Künstlerin?
Durch Goldrausch mache ich mir mehr Gedanken über meine eigenen Strategien und Möglichkeiten im Kunstbetrieb, wie z.B. den Umgang mit Galeristen oder Interessenten. Neu ist für mich, nur mit Frauen zu arbeiten. Ich bin gespannt, welchen Einfluss das auf meine Arbeiten haben wird.

Mit welcher Künstlerin würdest du gern einen Tag lang tauschen?
Eigentlich bin ich gerade ganz zufrieden mit mir. Spannend finde ich die englische Malerin Bridget Riley aus dem Op-Art-Feld, die ihre Naturerfahrungen in flirrende Farbfelder umsetzt, so dass das betrachtende Auge ständig in Bewegung ist.

Welche Orte inspirieren dich?
Mein Atelier, das so puristisch eingerichtet ist, dass ich konzentriert arbeiten kann.

Welche Ausstellung in Berlin sollte man unbedingt besucht haben?
Die Ausstellung „lens-based sculpture“ in der Akademie der Künste, die das Verhältnis von Skulptur und Fotografie befragt hat.

Interview: Julia Boek
Foto: Lydia Hesse

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