Yasmin Alt

 

 

Porträt Yasmin Alt, Goldrausch 2014

Fünf Fragen an …
Yasmin Alt, Jahrgang 1978, Bildhauerin und Installationskünstlerin

Yasmin Alt aus Oberursel bei Frankfurt am Main studierte zunächst Biologie an der University of Southern California in Los Angeles und Grafikdesign an der Fachhochschule Mainz. 2003 wechselte sie an die Hochschule für Bildende Künste Dresden, wo sie ein Studium in Bildhauerei absolvierte. Seit 2012 lebt und arbeitet Alt in Berlin.

Womit beschäftigst du dich in deiner künstlerischen Arbeit?
Generell interessiere ich mich für Strukturen und Symbole von Oberflächen. In einem Buch über portugiesische Architektur fand ich zum Beispiel die Fotografie einer mittelalterlichen Häuserfassade. Darauf waren Pyramiden zu sehen, die wie auf einem Schachbrett angeordnet, dreidimensional in den Raum ragten: Davon inspiriert, habe ich Pyramiden in Beton gegossen und sie zu einem wandspiegelähnlichen Objekt gearbeitet. Für meine Objekte nutze ich gern Materialien wie Leichtbeton, Holz oder Kunststoff.

Inwieweit beeinflusst das Goldrausch-Künstlerinnenprojekt dich als Künstlerin?
Es ist spannend, die verschiedenen Ansätze – von Videoarbeit bis Malerei – der anderen Künstlerinnen kennenzulernen. Über Goldrausch bin ich zudem mit einer freien Kuratorin in Kontakt gekommen, die sich für meine Arbeiten interessiert.

Mit welcher Künstlerin würdest du gern für einen Tag tauschen?
Tauschen nicht, aber Cosima von Bonin würde ich gern mal beim Bauen ihrer Riesenskulpturen über die Schultern gucken.

Welche Orte inspirieren dich?
Verlassene Orte wie leerstehende Fabriken, die von der Natur zurück erobert wurden und von einer anderen Zivilisation und Zeit zeugen.

Welche Ausstellung in Berlin sollte man unbedingt sehen?
Ich empfehle den Besuch des Kreuzberg-Pavillons, denn mir gefällt das Konzept des Projektraumes mit seiner kurzen Ausstellungsdauer und den schwarz gestrichenen Wänden.

Interview: Julia Boek
Foto: Stefanie Bühler

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