Yvon Chabrowski

 

 

Porträt Yvon Chabrowski, Goldrausch 2013

Fünf Fragen an …
Yvon Chabrowski, 34, Video- und Installationskünstlerin

Yvon Chabrowski studierte Bildende Kunst bei Timm Rautert und Peter Piller an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und an der Ècole Nationale Supérieure des Beaux-Arts de Lyon. Die gebürtige Ost-Berlinerin lebt und arbeitet in Berlin und Leipzig.

Womit beschäftigst du dich derzeit in deiner künstlerischen Arbeit?
Ich sammle Bilder aus der Vielzahl an medialen Bildern, die täglich auf uns einwirken. Aktuell sind das Aufnahmen von Demonstrationen in Kairo, Istanbul und Moskau. Später werde ich eines der Bilder aus seinem medialen Kontext lösen und mit Hilfe von Statisten reinszenieren. In meinen Arbeiten möchte ich mich dem Charakter der Bilder annähern und ihre Sinnschichten freilegen. Meine Bilder appellieren an den aufmerksamen Betrachter. So nach dem Motto: I press the button, you do the rest.

Inwieweit beeinflusst das Goldrausch-Künstlerinnenprojekt dich als Künstlerin?
Durch das Programm beschäftige ich mich intensiver mit meiner eigenen Position im Kunstbetrieb, lerne einzuschätzen, was ich mit meiner Arbeit erreichen will und welche Möglichkeiten ich habe. Dieses Bewusstsein macht es mir möglich, mich ruhig und konzentriert im Kunstkontext zu bewegen.

Mit welcher Künstlerin würdest du gern für einen Tag tauschen?
Ich schätze die Objektkünstlerin Bethan Huws. Durch sie habe ich erfahren, welche Voraussetzungen nötig sind, um ein konsistentes, sichtbares Werk zu schaffen.

Welche Ausstellung sollte man unbedingt besuchen?
Bewegt hat mich die Ausstellung des Videokünstlers und Filmemachers Steve McQueen (noch bis 01.09.2013) im Schaulager in Basel. In seinen dokumentarischen Arbeiten schafft es McQueen, das Medium Film inhaltlich und materiell erfahrbar zu machen.

Was kosten deine Arbeiten?
Museen kosten sie ein Ausstellungshonorar und mich Hingabe und Spaß.

Interview: Julia Boek
Foto: Carsten Bogler

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